Soliparty am 03.12. im IBW (Akademiestr. 3)

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Das Jahr geht zu Ende, unsere Kritik, Aktionen und Proteste für die Bildung allerdings nicht! Mit einem vielseitigen Programm möchte der Bildungsstreik Heidelberg ein weiteres Mal daran Erinnern dass es Alternativen zu dem starren System gibt und wir dafür verantwortlich sind unser Umfeld mitzugestalten.

Konzerte: ab 21.00

„unimogjazztanzII“

Einheizfront

„the shakedown“

Danach DJs: Party&Activism


Hinaus zum Bildungsstreik!

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Kommt zur Demo am Donnerstag, dem 17. November um 11 Uhr auf dem Hauptbahnhofsvorplatz. Von dort ziehen wir zum Marktplatz.

Redebeiträge wird es von der GEW, von DIE LINKE.SDS und von der linksjugend [‚solid] geben. Ein Beitrag eines Hochschuldozenten ist angefragt.

Davor wird ein Schüler_innen-Sternmarsch zum Hauptbahnhof stattfinden.
Zieht euch warm an, es soll kalt werden!


Aufruf zur Demo am 17. November

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Wie steht es um die Bildung?

Die Situation in den Bildungseinrichtungen ist miserabel.

Überfüllte Klassen und Kurse, ausfallender Unterricht, Leistungsdruck und die Abprüfung von bloßem Wissen in einer Flut von Klausuren sind nur die alltäglichen Probleme. Hinzu kommen soziale Selektion unter 9-Jährigen, zentrale Klausuren und starre Lehrpläne von oben, Zulassungsbeschränkungen zum Studium, die Unterfinanzierung der Hochschulen und mangelnde Ausbildungsplätze. Während europaweit Milliardenpakete zur Rettung von Banken geschnürt werden und eine Wirtschaftskrise die nächste jagt, fehlt an den Bildungseinrichtungen das Geld für das Mindeste. Dann nach der Ausbildung oder dem Bachelorstudium ohne Masterstudienplatz sind junge Menschen gezwungen, sich jahrelang von einem unbezahlten Praktikum oder befristeten Job zum nächsten zu hangeln.

Schon im Bildungsstreik 2009 forderten 270 000 Menschen von den Verantwortlichen, dass Bildung von der KiTa bis zur Weiterbildung frei zugänglich, besser ausgestattet, frei gestaltbar und demokratisch werde. Im darauffolgenden Herbst wurden europaweit hunderte Hörsäle besetzt.

Damit wurde das Thema in die Öffentlichkeit und in die Wahlprogramme geholt. In fast allen Bundesländern werden die Studiengebühren abgeschafft. Viele Bachelor- und Master-Studiengänge werden reformiert. Doch von einer Neugestaltung des Bildungssystems kann keine Rede sein.

Statt eine grundlegende Bildungsreform zur inklusiven Schule für Alle umzusetzen, sorgt die neue Regierung in BaWü dafür, dass die alte Trennung in Volksschule und Gymnasium unter neuem Namen fortbestehen kann.

Statt den Schüler_innen und Student_innen in den Gremien Entscheidungsmacht zu geben, werden sie an Runden Tischen mit der Leitungsebene durch den Eindruck von Partizipation vertröstet.

Statt den Bewertungszwang als solchen in Frage zu stellen, wurde die Zahl der Klausuren reduziert.

Die öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ist immer noch ungenügend. Das ist nicht Konsequenz eines “Sachzwangs”, sondern einer politischen Entscheidung, darum können wir das ändern

Verwertbarkeitszwang und Leistungsdruck in unserer konkurrenzorientierten Gesellschaft bestehen unvermindert fort. Das ist nicht die einzige Weise wie Gesellschaft funktionieren kann, sondern historisch entstanden, darum können wir das ändern.

Bildungseinrichtungen sind ab der Grundschule – wo auf die Sonderschule aussortiert wird – mit Zugangsbeschränkungen belegt, die wenige Menschen unter vielen für die wenigen statusträchtigen Arbeitsplätze auswählen. Das folgt nicht dem Prinzip der Vernunft, sondern setzt das Prinzip der Wirtschaftlichkeit über das Prinzip der Freien Berufswahl.

Occupy Education – Bildung selber machen!

Wir haben oft genug, lange genug und laut genug Forderungen an die Verantwortlichen gestellt. Wir werden dennoch weiterhin, so lange es Verantwortliche gibt, Forderungen an sie stellen.

Gemeinsam gehen wir auf die Straße für freie Bildung!

Doch wir glauben nicht mehr daran, dass irgendjemand unsere Probleme für uns löst. Das können wir nur selber tun, indem wir uns in unsere eigenen Angelegenheiten einmischen.

Gemeinsam besetzen wir das Bildungssystem neu!

Wir akzeptieren nicht mehr, dass Bildung zu einem knappen Gut gemacht und unseren Mitmenschen verweigert wird. Wir teilen unsere Kenntnisse. Wir sind überzeugt, dass eine solidarische Gemeinschaft, die die individuellen Bedürfnisse und Wünsche jeder/s Einzelnen umsetzt, ein besserer Regulationsmechanismus ist als ein Markt, in dem egoistische Konkurrent_innen ihren Eigennutzen zu maximieren versuchen.

Wir akzeptieren nicht mehr, dass ein Mensch Hunderten vorgibt, was sie wie und wann lernen sollen. Wir fordern ein, darüber gemeinsam zu entscheiden. Wir sind überzeugt, dass die Lehrenden selbst möchten, dass die Lernenden tatsächlich lernen wollen, was sie lehren.

Wir akzeptieren nicht mehr, dass Milliarden für ein Wirtschaftssystem ausgegeben werden, das uns alle zu Getriebenen von Leistung, Arbeit und Sachzwängen macht, während Schulen verfallen und Hochschulen kaum noch ihr Lehrangebot aufrechterhalten können. Wir sind überzeugt, dass Bildung grundlegend dafür ist, diese Welt mitzugestalten.

In jeder Unterrichtsstunde, in jedem Seminar, in jeder Vorlesung, auf jeder Arbeitsstelle, in jeder Entscheidungsposition werden wir uns weigern, nach dem alten Schema weiter mitzumachen, bloß weil es angeblich keine Alternative gibt. Es gibt immer Alternativen. Wenn die Realität untragbar wird, wird die Schaffung der Alternativen zur Notwendigkeit.

Wir möchten einen Raum öffnen, in dem wir anfangen diese Alternativen zu diskutieren.

Wir möchten jede_n Einzelne_n ermutigen, die lang vertrösteten eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu artikulieren.

Wir möchten die Alternativen umsetzen. Jetzt und Hier.

 

Forderungen:

Freier Bildungszugang statt Selektion!

  • Abschaffung aller Bildungsgebühren – Kostenfreie Bildung für alle
  • Weg mit dem mehrgliedrigen Schulsystem – Eine inklusive Schule für alle
  • Alle Zulassungs- und Zugangsbeschränkungen, auch für Masterstudiengänge, abschaffen
  • Studien- und Ausbildungsplätze für alle – Wer nicht ausbildet muss eine Umlage zahlen
  • Die Übernahme nach der Ausbildung

 

Selbstbestimmtes Lernen und Freie Bildung statt autoritären Vorgaben!

  • Demokratie statt Repression – Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen und Lebensbereiche
  • eine Verfasste Studierendenschaft mit politischem Mandat
  • die Abschaffung der Regelstudienzeit – flexible, selbstbestimmte Gestaltung des Studiums
  • die Schaffung eines selbstverwalteten Freiraums für selbstgestaltete Bildung und Kultur in Heidelberg
  • den kostenfreien Zugang zu den Ergebnissen öffentlich finanzierter Forschung (Open Access)
  • Gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen – Für die Zivilklausel, Bundeswehr raus aus den Schulen

 

Bessere Lehr- und Lernbedingungen!

  • mind. 6% des BIP für Bildung (OECD-Schnitt) – Geld für Bildung statt für Banken
  • Kleinere Klassen und Kurse mit max. 20 Schüler_innen – mehr Lehrende in allen Bildungseinrichtungen
  • Weg mit dem verkürzten Abitur (G8)
  • Kostenlose Mahlzeiten und KiTas und Schulen
  • genügend preisgünstigen Wohnraum für Schüler_innen, Studierende und Auszubildende, z.B. im Zuge der Umwandlung der US-Liegenschaften
  • Gute Arbeitsbedingungen an allen Bildungseinrichtungen

 


Regelmäßige Treffen

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Unsere wöchenlichen Treffen findet jetzt jeden Freitag ab 17 Uhr im Zentralen Fachschaftenbüro (ZFB) statt. Interessierte sind immer herzlich willkommen!

Das ZFB befindet sich in der Albert-Überle-Str. 3-5 (Am Bismarckplatz über die Brücke und dann rechts).

Das nächste Treffen ist also am 04. November.


Es geht voran: Occupy Education!

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Das Bildungsstreik-Bündnis wächst. Beim Treffen heute Abend war das ZFB mal wieder voll und man fühlte sich ein wenig an 2009 erinnert. Die neu gegründete Occupy Heidelberg-Gruppe war vor Ort und wir haben beschlossen, in Zukunft zusammenzuarbeiten.

Die ‚AG Protestchoreographie‘ und die ‚AG Flyer‘ treffen sich am Montag um 18 Uhr im ZFB.

Das neue regelmäßige Treffen des Bündnisses ist freitags um 17 Uhr im ZFB.


Neugründung des Bildungsstreik-Bündnisses

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Am 19. Oktober 2011 hat sich das Bildungsstreik-Bündnis Heidelberg neu gegründet. Die 15 Anwesenden beschlossen, am 17. November, zum bundesweiten und weltweiten Aktionstag, eine Demonstration zu veranstalten.

Nächstes Treffen ist am Freitag, dem 21. Oktober um 17 Uhr im ZFB (Albert-Überle-Str. 3-5). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Treffen zur gemeinsamen Fahrt nach Stuttgart

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Am Samstag, den 29.1.2011 wollen wir gemeinsam nach Stuttgart zur landesweiten Bildungsstreikdemo fahren. Es wird Mitfahrmöglichkeiten per Bahn geben.

Wir treffen uns um 13:30 Uhr am Heidelberger Hauptbahnhof (großer Eingang), um gemeinsam zur Bildungsstreikdemo nach Stuttgart zu fahren. Die Demo in Stuttgart ist der Schlussspurt der Protestfeuer-Tour durch Baden-Württemberg und beginnt um 16 Uhr in der Lautenschlagerstraße.

Es wollen sich auch einige schon um 11:30 Uhr am Hauptbahnhof (großer Eingang) treffen, um vor der Bildungsstreikdemo die Demo gegen Stuttgart21 zu unterstützen. Der Protest gegen dieses verkehrstechnisch absurde Milliardengrab findet die Unterstützung von vielen Aktiven des Bildungsstreiks. Wir fordern, dass stattdessen mehr Geld in soziale, Kulutur- und Bildungsprojekte investiert wird. Diese Projekte sind um ein vielfaches lohnender für die Zukunft unserer Gesellschaft, als ein schlecht geplantes Bauvorhaben.


Pressemitteilung zur Demonstration in Heidelberg

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Pressemitteilung zur Bildungsstreikdemonstration am 24.1.2011 in Heidelberg
– das Feuer des Protests brennt auch unter widrigen Bedingungen –

Im Rahmen der „Protestfeuer-Aktion“ die in ganz Baden-Württemberg seit letzter Woche stattfinden, demonstrierten 500 Schülerinnen, Schüler und Studierende in Heidelberg. Die friedliche und lautstarke Demonstration lief von der Poststraße, über den Bismarckplatz, bis zum Universitätsplatz.
Begleitet wurde die Demonstration von einem massiven und ungerechtfertigten Polizeiaufgebot, von etwa 100 Bereitschaftspolizisten. Ein Aktiver des Bildungsstreiks äußerte sich folgendermaßen dazu: „Diese absolut lächerliche Maßnahme ist nicht zu rechtfertigen, vor allem, weil es im Kontext des Bildungsstreiks in Heidelberg noch nie größere Probleme gab.“
Im Vorfeld der Demonstration wurden die Demonstrationsanmelder mit fragwürden Auflagen, die die Versammlungsfreiheit einschränken, konfrontiert. Neben der Bannerlänge und der Laufgeschwindigkeit, gab es beispielsweise folgende Auflage: „Bei pantomimisch-spielerischen, tänzerischen oder sonstigen besonderen Aktionsformen durch Versammlungsteilnehmer […], ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Einsatzkräften einzuhalten. Dies gilt auch für mitgeführte Gegenstände wie z.B. Staubwedel, Klobürsten etc.“ Diese und weitere Auflagen zeigen das realitätsferne und absurde Vorgehen der Heidelberger Polizei.
Zu denken gibt auch die Tatsache, dass zahlreiche Schüler und Schülerinnen von ihren Lehrerinnen und Lehrern, unter Androhung massiver Konsequenzen von einer Teilnahme an der Demonstration abgehalten wurden. Diese falschen Aussagen sind einerseits bedenklich, weil dadurch die Teilnahme an einer angemeldeten Demonstration und damit die Ausübung eines demokratischen Grundrechts verhindert wurde. Andererseits sollte gerade Lehrerinnen und Lehrer das Engagement für ein besseres Bildungssystem am Herzen liegen.

Die Demonstrierenden fordern

    auf Ebene der Schulen
    • längeres gemeinsames Lernen und die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems,
    • mehr Lehrkräfte für bessere Betreuungsverhältnisse und ein besseres Schulklima,
    • eine Reform des Bewertungssystems


    und auf Ebene der Hochschulen
    • einen freien Hochschulzugang und Zugang zum Master für alle,
    • Verfasste Studierendenschaften,


    und für das gesamte Bildungssystem
    • gebührenfreie Bildung,
    • Demokratisierung aller Bildungseinrichtungen.

Das „Protestfeuer“ wird diese Woche weiter durch Baden-Württemberg getragen und zwar beispielweise am Mittwoch bei einer großen Demonstration gegen Studiengebühren in Karlsruhe und am Samstag bei der Abschlussdemonstration in Stuttgart.

Weitere Informationen zu dem Thema unter:
www.bildungsstreik-bawue.de

Kontakt zum Heidelberger Presseteam:

Mail: presse@bildungsstreik-hd.de
Tel.: 0176 38541695


Diskussionspapier – Demokratische Hochschule

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Im Zuge eines Inhaltstreffens in Heidelberg, im Januar 2010 wurden einige Punkte erarbeitet. Diese wurden mittlerweile zu einem Diskussionspapier zur Demokratischen Hochschule weiterverarbeitet. Zudem wurden einige Konzeptideen zur Demokratischen Schule entworfen. Das Papier als .doc und als PDF.


Polizeistrategie gegen Bildungsstreik völlig unangemessen

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Die Polizeidirektion Heidelberg und das Ordnungsamt schlagen eine härtere Gangart gegen die protestierenden Schülerinnen, Schüler und Studierenden ein. Zum einen wurde der Verdeckte Ermittler „Simon Brenner“ auf zweifelhafter Rechtsgrundlage auch gegen das Bildungsstreik-Bündnis eingesetzt. Zum anderen die Demonstration in Heidelberg am 24.1. nur unter überzogenen und unnötigen Auflagen genehmigt.

Fassungslos und bestürzt nahm das Bildungsstreik-Bündnis Heidelberg die Enttarnung des Verdeckten Ermittlers „Simon Brenner“ im Dezember zur Kenntnis. „Es ist schon ein starkes Stück, dass die staatlichen Behörden einen Spitzel einsetzen und auf diese Weise Informationen sammeln und in Grundrechte eingreifen. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist hier doch augenscheinlich nicht eingehalten worden“, wundert sich eine Aktivistin. „Simon Brenner“ nahm an diversen Treffen und Aktionen des Bündnisses teil und baute persönliche Kontakte zu mehreren Aktiven auf – offensichtlich, um sie auszuspionieren und Daten über sie zu sammeln. Dass dabei„Straftaten von erheblicher Bedeutung“ zu erwarten gewesen seien, halten die Schülerinnen, Schüler und Studierenden für eine vorgeschobenen Vorwand, um ihre Strukturen zu durchleuchten.

Laut einer Stellungnahme des Innenministers Heribert Rech wurde der Einsatz gem. § 22 III PolG vom Leiter der Polizeidirektion Heidelberg angeordnet und vom LKA durchgeführt. Die kooperative und auf gegenseitiges Vertrauen gestützte Zusammenarbeit mit den Versammlungsbehörden und der Polizei in Heidelberg hat dadurch einen herben Rückschlag erlitten. Schon das strafrechtliche Vorgehen gegen den Anmelder und einen Teilnehmer der letzten Bildungsstreik-Demonstration wegen Verstoßes gegen Auflagen hatte eine Kehrtwende in der Polzeistrategie angedeutet. Beide Verfahren wurden mittlerweile von der Staatsanwaltschaft bedingungslos eingestellt.

Für die Demonstration im Rahmen der landesweiten Kampagne „BaWü brennt!“ legen die Behörden nun nach. Die Demonstration wurde nur mit einer Vielzahl an Auflagen genehmigt. Von Länge und Material der Banner bis zur Schminke von „pantomimisch-spielerischen, tänzerischen oder sonstigen besonderen Aktionsformen“ und die Laufgeschwindigkeit der Demo ist alles bis ins Detail reglementiert. Die Öffentlichkeitswirksamkeit der Demonstration wird dabei erheblich eingeschränkt. Lautsprecher dürfen nicht nach außen gerichtet werden. Der zentrale Knotenpunkt Bismarckplatz darf nicht als Kundgebungsort genutzt werden. Getränke in „Glasbehältnissen und Dosen“ mitzunehmen ist verboten. Dabei handelt es sich um eine Auflage, die Gewaltbereitschaft der Demonstranten impliziert – jedoch gab es in den vergangenen Jahren keinen Vorfall, der eine solche Annahme rechtfertigen würde.
Dieses pingelige und überzogene Vorgehen der Versammlungsbehörden ist ein Eingriff in unsere Versammlungsfreiheit und zielt doch nur darauf, im Nachhinein wieder einzelne Demonstrantinnen und Demonstranten wegen angeblichen Verstoßes gegen Auflagen zu kriminalisieren“, so einer der Organisatoren.
Als Wendepunkt im Verhältnis der Heidelberger Polizei zu den Bildungsprotesten sehen die Betroffenen mittlerweile den Personalwechsel an der Spitze der Heidelberger Polizei. Seit Christian Zacherle das Polizeirevier Mitte leitet, werden politische Aktionen vermehrt durch tiefgreifenden Interventionen und überzogenen Reglementierungen eingeschränkt. „Das Vorgehen der Polizei gegen junge Menschen, die sich politische engagieren, konterkariert das weltoffene und pluralistische Bild, für das die Stadt Heidelberg eigentlich steht. Wir fordern die Verantwortlichen auf, entschieden gegenzulenken und endlich für Transparenz zu sorgen“, erklärt eine Studentin. Bis heute hat sich die Polizei Heidelberg nicht zum Einsatz des Verdeckten Ermittlers geäußert und auch die Reglementierung von Versammlungen nimmt wie beschrieben kontinuierlich zu. Das Bildungsstreik-Bündnis fordert das Absehen von den Auflagen und der restriktiven Genehmigung von Versammlungen, sowie eine Stellungnahme der Polizei Heidelberg zum Einsatz des Verdeckten Ermittlers „Simon Brenner“.

Für Rückfragen können Sie sich gerne an die Pressegruppe des Bildungsstreik-Bündnisses Heidelberg wenden:

Mail: presse@bildungsstreik-hd.de
Tel.: 0176 38541695